TIPPS & TRICKS FÜR EURE PLANUNG
Worauf kommt es in einer Trauung an? Oder im Leben?
29.07.2026
Triggerwarnung: Krebs & Tod.
Was habt Ihr so gemacht, als Ihr 22 wart?
Ich war mit 22 gerade im 2. Semester und hatte den Spaß meines Lebens.
Janna ist mit 22 gestorben. Krebs. Ich habe sie fast drei Jahre lang begleiten dürfen – als Freund, als Partner, als „Hol schnell den Kotzeimer“-Lieferant und als Tröster, wenn die Ärzte mal wieder sagten, sie solle sich lieber ein Hospiz suchen. Mit 22. Da hat man eigentlich andere Pläne.
Dieser Post heute fällt mir schwer. Weil es schwer ist, ihn ins richtige Licht zu rücken.
Janna hat mir so viel für das Leben mitgegeben. Sie hat mich inspiriert. Scheiße, sie hat tausende Menschen inspiriert. Man muss sie nur mal googlen. Sie hat mir gesagt, dass das Leben dafür da ist, etwas Großartiges zu tun. Deswegen habe ich mir „Be Orsom“ auf meine Hand tattoowieren lassen. Es ist eine ständige Erinnerung daran, dass man nur dieses eine Leben hat und man selbst die Verantwortung dafür trägt, worauf man am Ende zurückblickt.
Janna hat am Ende auf unzählige schöne Momente zurückgeblickt – trotz Krankheit. Da waren die Festivals, die sie selbst organisiert hat. Ihre Tattoos, Freunde & Familie, ihre Urlaube mit den Mädels, unsere große USA-Reise und ihre Lachflashs, bei denen ich sie festhalten musste, weil sie sonst einfach umgekippt wäre.
Janna wusste, worauf es im Leben ankommt. Nämlich auf Erinnerungen, auf Augenblicke. Es sind die besonderen, aber auch die ganz alltäglichen Momente, die ein Leben lang als Erinnerung bleiben, insofern man sie bewusst und achtsam lebt.
Das habe ich gelernt. Das versuche ich tagtäglich zu leben. Und tatsächlich versuche ich das auch bei meinen Trauungen und Trauerfeiern mitzugeben. Es geht nicht darum, was von Euch erwartet wird. Es geht nicht darum, was am Ende schön aussieht. Es geht immer um das Gefühl.
Um die Augenblicke, in denen Tränen laufen.
Um die, in denen der Bauch vom Lachen wehtut.
Um die, in denen man tief berührt ist.
Um die, in denen man staunt und große Augen macht.
Um die, in denen man glücklich seufzt.
Um die, in denen man peinlich berührt lachend den Kopf schüttelt.
Sammelt diese Momente! Feiert sie. Feiert das Leben! Damit Ihr Euch nie fragen müsst: Was bleibt?